Gefangen in den eigenen Gedanken

Titel: "Schlaft gut ihr fiesen Gedanken"
Autor: John Green
Verlag: Carl Hanser Verlag
Sprache: Deutsch
gebundene Ausgabe: 288 Seiten
ISBN: 978-3-446-25903-4
Preis: 20,00€


Klappentext

Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Problemen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedanken beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Tochter und Schülerin - zumindest eine gute Freundin. Aza versucht es, und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett, sondern auch große Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen.
Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale.

Meine Meinung

Mal wieder ein Meisterwerk aus der Feder des John Greens.
Wie immer erschafft er eine Protagonistin, die anders als andere ist. Diesmal ist es Aza Holmes.
Aza wird von ihrer größten Angst verfolgt. Sie befürchtet, dass sie sich in der Welt Keime einfangen kann und daran dann sterben wird. Diese Angst geht soweit, dass sie ihr komplettes Leben danach ausrichtet. Sie wäscht sich regelmäßig, fasst einige Dinge nicht an und meidet Arztpraxen und Krankenhäuser.
Ihre Freunde versuchen sie so zu nehmen wie sie ist - auch wenn es oft nicht einfach ist.
Als dann plötzlich der Milliardär Russell Picket spurlos verschwindet und eine beachtliche Summe als Finderlohn ausgesetzt wurde, wird Azas Angst auf die Probe gestellt. Ihre Freundin Daisy hat sich fest vorgenommen, des verschwundenen Mann zu finden und den Finderlohn einzustreichen. Das Aza den ältesten Sohn, Davis, kennt, zieht sie unmittelbar in die Suche mit hinein.
Allerdings gerät sie dadurch auch in einen Gewissenskonflikt. Möchte sie ihre Freundschaft zu Daisy aufrechthalten oder sind die Gefühle zu Davis zu stark?
Eine sehr packender und wieder sehr emotionaler John Green Roman, der einem an der ein oder anderen Stelle die Tränen in die Augen steigen lässt.
Wie schon alle anderen Romane von John Green ist auch dieser sehr gut geschrieben. Der Schreibstil macht das lesen sehr leicht und auch die Cliffhanger am Ende eines jeden Kapitels lassen einen das Buch recht schnell zu Ende lesen.
Wie immer fiebert man mit der Protagonistin mit, und hofft, dass sich ihre Probleme beheben lassen.
Die Protagonisten und ihre Ängste und die damit verbundenen Gedanken hat Green super herausgearbeitet. Auch wenn man selber ähnliche Probleme nicht hat, kann man sich doch sehr gut in Aza hineinversetzen. Auch die anderen handelnden Personen wurden wieder super herausgearbeitet und man sympathisiert mit allen.
Ein schöner Roman, den ich jedem empfehlen kann! 

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